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Jana

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#9 Fritzi und Freddi und die Steineiche

Heute geht es mit den Mäusen Fritzi und Freddi in den Wald. Was sie dort spannendes erfahren könnt ihr in der heutigen Geschichte zum 9. Dezember lesen. Viel Spaß!


»Am liebsten würde ich den Weihnachtsbaum schon heute schmücken.«, sagte Freddi beim Frühstück zu Fritzi. Der mampfte gerade ein Plätzchen, das ihm sichtlich gut schmeckte. Gestern hatten sie eine ganz tolle Weihnachtsbaumgirlande gebastelt, von der Freddi es nun kaum erwarten konnte, sie aufzuhängen.



»Nichts leichter als das!«, sagte Fritzi und schob sich, bevor er noch weiteres sagen konnte, das nächste Stück Plätzchen in den Mund. »Was meinst du?«, bohrte Freddi neugierig nach. »Wenn du Lust hast können wir heute in den Wald gehen und uns schon mal ein paar Tannen ansehen.«, schlug Fritzi zwischen ein paar Schmatzern vor. Gesagt. Getan.


Im Wald liefen die beiden Freunde schon einige Zeit umher. Die Bäume, die sie umgaben, hatten ihre Blätter verloren und der Wind pfiff kühl durch die kahlen Stämme. Nur hier und da waren ein paar kleine Tannen zu sehen, die die Mäuse inspizieren konnten. Vor einem Baum blieben sie stehen. »Wie seltsam, dieser hier hat noch Blätter, während alle anderen sie bereits verloren haben.«, stellte Fritzi fest.


»Das ist eine Steineiche«, rief eine Stimme hinter ihnen und Ella kam zum Vorscheinen. Die kleine Eichhörnchendame machte wohl gerade eine Winterschlafpause. »Hallo Ella, na suchst du nach Nüssen?«, begrüßten die Mäuse ihre Freundin. »Ja, ihr wisst ja, wie das ist.«, gähnte Ella. Fritzi und Freddi wussten eigentlich nicht, wie das war, aber sie erzählten Ella gleich, weshalb sie in den Wald gekommen waren und dass sie sich gerade fragten, warum an diesem Baum noch Laub war.



»Weil das eine Steineiche ist.«, erklärte Ella. »Das ist ein besonderer Baum, er behält seine Blätter das ganze Jahr über. Die Alten fallen erst ab, wenn die Neuen im Frühjahr schon nachkommen.« Das fanden Fritzi und Freddi äußerst interessant. »Ich kenne eine alte Geschichte über die Steineiche«, meinte Ella. »Soll ich sie euch erzählen?« Natürlich sollte sie das. Die drei Freunde suchten sich ein schönes windgeschütztes Plätzchen im warmen Laub und Ella erzählte die Geschichte der Steineiche.

Alter dicker Baum. Steineiche

»Also ihr beiden, es war einmal vor langer, langer Zeit, da erbte ein Junge den Bauernhof seines Vaters. Leider hatte dieser nur wenig Geld. Der Hof war in die Jahre gekommen und sah nicht mehr besonders gut aus. Der Junge war verliebt in ein Mädchen aus dem Dorf. Doch als er bei ihrem Vater um ihre Hand anhielt, lehnte dieser ab.


Voller Liebeskummer und Verzweiflung, weil er nicht wusste, wie er den Hof halten konnte, ging der Junge nachts nach draußen. Er setzte sich unter die große Steineiche im Hof und sah hinauf zum Mond. Er saß noch nicht lange dort, als ein Jäger sich zu ihm gesellte. Sie unterhielten sich einige Zeit lang und im Gespräch merkte der Junge plötzlich, dass es der Teufel war, mit dem er da redete.«


Erschrocken hielten Fritzi und Freddi die Luft an. »Wie ging es dann weiter?«, wollten sie wissen. »Der Junge klagte dem Teufel sein Leid. Er erzählte von seinen Problemen mit dem Hof und von seinem Liebeskummer. Da schlug ihm der Teufel einen Handel vor. Er wollte die Geldsorgen des Jungen lösen, wenn der ihm dafür seine Seele verkaufte. Der Junge dachte eine Zeit lang nach. Dann sagte er 'Du bekommst meine Seele, sobald dieser Baum hier seine Blätter abgeworfen hat.'


Auf diesen Handel ließ sich der Teufel ein. Am nächsten Tag zeigte er dem Jungen einen Ort, an dem er graben sollte. Und wirklich, nach ein paar Spatenstichen stieß er auf eine Kiste, welche bis zum Rand mit Goldmünzen gefüllt war. Der Junge war überglücklich und machte sich sogleich daran, den gesamten Hof zu Reparieren. Danach hielt er erneut um die Hand seiner Liebsten an und diesmal lehnte der Vater nicht ab. So heiratete er im Sommer und die beiden waren sehr glücklich und ohne Sorgen.«

»Und was war mit dem Teufel?.«, fragten Fritzi und Freddi.



»Zu dem komme ich jetzt.«, grinste Ella. »Der Teufel hatte natürlich den Handel nicht vergessen. Er beobachtete das frisch vermählte Paar und freute sich schon auf den Herbst, an dem die Blätter der Eiche zu welken begannen und bald abfallen würden. Als es aber langsam Herbst wurde, verloren die Blätter zwar an Farbe, aber trotzdem ließen sie die Äste nicht los. Grimmig wartete der Teufel daraufhin auf den Winter und darauf, dass die Blätter beim Frost abfallen würden. Aber auch dies taten sie nicht.


Voller Wut rüttelte und schüttelte der Teufel die Eiche, als er bemerkte, dass der Junge ihn ausgetrickst hatte. Die Steineiche verlor keine Blätter und so würde die Seele des Jungen niemals dem Teufel gehören. Man sagt, er sei danach in die Unterwelt geflohen und niemand hätte ihn seitdem wieder gesehen.«, endete Ella ihre Erzählung.


Dann gähnte sie herzhaft und sagte Fritzi und Freddi, dass sie nun wieder schlafen gehen müsste. Die beiden bedankten sich für die Geschichte und machten sich ebenfalls auf den Heimweg. Um einen richtigen Tannenbaum zu finden, würden sie noch einmal wiederkommen und in einem anderen Teil des Waldes suchen. »Vielleicht liegt dann ja sogar schon Schnee.«, meinte Freddi und hakte sich bei Fritzi unter. Auf ihrem Weg kamen sie noch an ein paar anderen Steineichen vorbei und dachten daran, wie clever der Junge in Ellas Geschichte gewesen war.


Daheim angekommen wollte Fritzi unbedingt noch einmal in die Speisekammer, um sich ein paar Plätzchen zu holen. »Die habe ich mir doch nun wirklich verdient.«, sagte er. Als Fritz jedoch den Deckel der Keksdose mit seiner Nase zur Seite schob, sah er darin ‐ nichts. Alle Kekse waren leer. So ein ärger aber auch! An diesem Tag musste Fritzi mit einem grummeln im Magen zu Bett gehen.

Wenn ihr wissen wollt, was die beiden Mäuse gegen ihr Keks‐ Problem unternehmen, dann klickt auf den Pfeil!

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Gutenachtgeschichten von Stadtmaus und Landmaus

Fritzi und Freddi

Taschenbuch

Verlag: Books on Demand

Seiten: 152

Autorin: Jana Noske


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Friti